Glutenfreie Ernährung ist teuer

Die korrekte Interpretation von Etiketten und die explodierenden Preise für glutenfreie Produkte in Spanien sind nur einige der Probleme, auf die Patienten stoßen.


Einer von drei Erwachsenen mit Glutenunverträglichkeit in Spanien hat Probleme, sich glutenfrei zu ernähren. Das ergab eine aktuelle Umfrage unter 540 Personen aus allen autonomen Gemeinschaften des Landes. Die Schwierigkeit, Lebensmitteletiketten zu interpretieren, und die hohen Kosten für Spezialprodukte sind nur zwei der Probleme, mit denen die Patienten konfrontiert sind. Experten sind der Meinung, dass die Gesundheitsdienste noch nicht mit der Verbreitung der Krankheit Schritt gehalten haben.

„Bis jetzt dachte man, dass es ein Problem sei, die Krankheit zu diagnostizieren und das war’s dann. Aber diese einfache Überlegung, eine glutenfreie Diät einzuhalten, ist komplex und sehr schwer zu befolgen“, erklärt Dr. Francesc Casellas Jordá, der die Studie leitete. „Jemandem ohne weiteres zu sagen, dass er kein Gluten essen soll, ist aus ernährungswissenschaftlicher und verwaltungstechnischer Sicht sehr kompliziert“.

Mehr als 1 % der Allgemeinbevölkerung leidet derzeit an Glutenunverträglichkeit, und in relativ kurzer Zeit hat sich die Krankheit von einer Minderheitskrankheit zu einer weit verbreiteten Krankheit entwickelt. Infolgedessen drängen Experten auf eine Verbesserung der umfassenden Versorgung mit gemeinsamen Aktionsprotokollen zwischen Primär- und Krankenhausversorgung, um eine korrekte Diagnose und Nachsorge zu gewährleisten.

Hinzu kommt, dass die Preise für spezielle diätetische Lebensmittel in Spanien in die Höhe schießen und die Menschen keine finanzielle Unterstützung für diesen Aspekt ihrer eigenen Gesundheitsversorgung erhalten. Nach Angaben der Federation of Coeliac Associations of Spain (FACE) muss eine Person, die sich in Spanien glutenfrei ernährt, damit rechnen, jährlich 845,20 Euro mehr für ihre Lebensmittel auszugeben.

Bild Quelle: cdm archiv

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