Viele Ausländer, die unter Spaniens Sonne leben, haben längst beschlossen, hier als Nichtresidente zu leben. Bislang hat das meistens auch ohne Folgen funktioniert.  Aber ab wann gilt man eigentlich als Nichtresident? 

Nichtresidenten sind Personen, welche weniger als 183 Tage in Spanien leben und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in einem anderen Staat haben. Dies gilt es allerdings zu beweisen. Und das erfordert viele Unterlagen. Neben der fiskalen Ansässigkeitsbescheinigung müssen noch andere Beweise beigebracht werden, wie z. B. regelmäßige Arztbesuche oder Kontobewegungen, welche den Lebensmittelpunkt in einem anderen Staat lückenlos nachvollziehen lassen.

Wie ich bereits in einem meiner vorherigen Artikel beschrieben habe, hat der spanische Staat uneingeschränkten Zugriff auf die Strom- und Wasserversorger. Sofern man jeden Monat einen Verbrauch nachweisen kann und Sie keine Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung deklarieren, darf das spanische Finanzamt Sie zur Einkommensteuer veranlagen.

Ebenso kann das Finanzamt einsehen, ob Sie eine SIP-Karte zur Krankenversicherung besitzen und Zugang zum spanischen Sozialsystem haben – dies impliziert dann automatisch eine Residencia und zieht eine Einkommensteuerpflicht nach sich.

Das Finanzamt darf Sie rückwirkend ab 2016 veranlagen.
Und das kann teuer werden. Vermeiden Sie solche Kontrollen und deklarieren Sie ehrlich Ihr Einkommen. Die Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung läuft dieses Jahr vom 02.04.2021 bis zum 30.06.2021.

Kerstin Stephanie Bumiller – Asesora fiscal / span. Steuerberaterin

Langzeiturlaubern geht es an´s Eingemachte

Schreibe einen Kommentar