Diese Länder sind am korruptionsfreisten

Doch selbst diese Musternationen haben ihre Tücken. Während einige Länder sich absolute Transparenz auf die Fahne schreiben, besteht bei anderen noch viel Nachholbedarf. Doch selbst die besten Regierungen sind nicht vor unehrlichen Geschäften gefeit. Der jüngst veröffentlichte Korruptionswahrnehmungsindex CPI der Organisation Transparency International hat 180 Länder und Regionen auf einer Skala von null (durch und durch korrupt) bis 100 (blitzsauber) bewertet. Sehen Sie hier, wer am besten abgeschnitten hat.

Der Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index, CPI) 2021 ist am 25. Januar 2022 erschienen. Der CPI ist der weltweit bekannteste Korruptionsindikator. Er wird vom Internationalen Sekretariat von Transparency International erstellt und listet Länder nach dem Grad der in Politik und Verwaltung wahrgenommenen Korruption auf.

Der CPI 2021 umfasst 180 Länder, die auf einer Skala von 0 (hohes Maß an wahrgenommener Korruption) bis 100 (keine wahrgenommene Korruption) angeordnet werden. Der Index fasst 13 Einzelindizes von 12 unabhängigen Institutionen zusammen und beruht auf Daten aus der Befragung von Expertinnen und Experten, Umfragen sowie weiteren Untersuchungen.

Der aktuelle Index zeigt, dass Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung nicht selbstverständlich sind. Der weltweite Durchschnitt bleibt mit einem Wert von 43 von 100 zum zehnten Mal in Folge unverändert – und verdeutlicht damit, wie schwer sich viele Länder damit tun, aktiv gegen Korruption besser vorzugehen. Zwei Drittel aller untersuchten 180 Staaten und Gebiete haben ein ernsthaftes Korruptionsproblem und erreichen nicht einmal die Hälfte der möglichen Punkte.

Beispiele:
34. Platz: Spanien, 61 Punkte
Das spanische Königshaus steht durch einen Korruptionsskandal immer noch unter Druck. Dabei gehe es um mindestens 65 Millionen Euro Schmiergelder, die Felipes Vorgänger und Vater Juan Carlos I. aus Saudi-Arabien über ein Netzwerk von Stiftungen und Konten in die Schweiz geschafft habe. Seit sechs Jahren hat sich die Punktzahl Spanien nicht mehr verbessert.

27. Platz: USA, 67 Punkte
Die USA belegen im aktuellen Ranking den schlechtesten CPI-Platz seit 2012, was hauptsächlich an ihrem undurchsichtigen Corona-Hilfspaket im Wert von mehrere Billionen Dollar liegt.

22. Platz: Frankreich, 71 Punkte
Der Volksmund sagt, Korruption beginnt ganz oben – und auf Frankreich trifft dies zweifellos zu. Frankreichs Korruptionswert hat sich im letzten Jahrzehnt um nur einen Punkt verbessert.

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Diese Länder sind am korruptionsfreisten

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13. Platz: Österreich, 74 Punkte
Eines der größten Probleme Österreichs ist der mangelnde Schutz für Whistleblower. Gesetzliche Grundlagen, insbesondere im privaten Bereich, fehlen beinahe gänzlich.

11. Platz: Vereinigtes Königreich, 78 Punkte
Das Vereinigte Königreich hat zwischen 2017 und 2020 fünf Punkte im Index verloren, 2021 aber einen zurückgewonnen. Dennoch ist auch der Inselstaat alles andere als frei von Korruption. London gilt seit langem als Welthauptstadt der Geldwäsche, da eine Gesetzeslücke es ausländischen Unternehmen ermöglicht, Immobilien zu kaufen, ohne ihre Identität preiszugeben.

10. Platz: Deutschland, 80 Punkte
Deutschland, das sich das vierte Jahr in Folge einen CPI-Wert von 80 sichert, verfügt seit geraumer Zeit über ein Register aller wirtschaftlichen Eigentümer. Die Regeln sind jedoch voller Schlupflöcher, die leicht missbraucht werden können.

Quelle CDM Redaktion (informacion/esp)

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